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ZDF – Terra X

Sebastian Ströbel – Meine Arktis

Laufzeit: 103 Minuten

Sender: ZDF

Klirrende Kälte, unendliche Weite, majestätische Gletscher – die Arktis steht für pures Abenteuer. Auch Schauspieler Sebastian Ströbel ist vom hohen Norden, der Region rund um den Nordpol, magisch angezogen. Wie schaffen die Menschen, dort zu (über-)leben und vor welchen Herausforderungen stehen sie heute? Und welche Rolle spielt der Klimawandel? Das will Sebastian Ströbel in der zweiteiligen „Terra X“-Dokumentation herausfinden.

In der Mediathek anschauen:

 

Teil 1: Zerbrechliches Paradies

Wie finden die Inuit in Grönland ihren Platz zwischen Tradition und Moderne? Und wie halten es Spitzenwissenschaftler in der Arktis aus? Unter anderem das will der „Bergretter“ in der ersten Folge von „Sebastian Ströbel – Meine Arktis“ herausfinden.

 

Im abgelegenen Südosten Grönlands kämpft sich Sebastian Ströbel über zugefrorene Seen und Berge und reist im Hundeschlitten durchs Eisbärengebiet. Straßen gibt es in Tinit, einer Siedlung am Fjord mit 87 Einwohnern, nicht. Aufgrund des Treibeises ist monatelang kein Versorgungsschiff gekommen. Den einzigen Supermarkt verlässt der Vegetarier Sebastian Ströbel jedenfalls hungrig …

 

Gemeinsam mit Jäger Salo Kunuk geht Sebastian Ströbel auf Robbenjagd und erfährt dabei, wie sich das Überleben der Ureinwohner in der Arktis verändert. Auswanderer Max aus Marseille ist Lehrer der Dorfschule und baut mit seinen Schülern auch traditionelle Kajaks. Gelingt es Salo und Max, die jahrtausendealte Lebensweise der Inuit ins 21. Jahrhundert zu retten?

 

Auf ihrem Weg zur österreichischen Sermilik-Forschungsstation geraten Geographin Laura Schmidt und Sebastian Ströbel in ein gefährliches White Out. Völlig auf sich allein gestellt, dürfen sie auf keinen Fall die Orientierung verlieren. Vor Ort erkennt der Schauspieler: Polarforschung ist kein Ponyhof. Der Physiker Andreas Trügler und der Glaziologe Wolfgang Schöner von der Uni Graz versuchen seit einem Jahr, ihre Station endgültig in Betrieb zu nehmen, doch durch die polaren Bedingungen verzögert sich das Vorhaben immer weiter. Sie übernachten daher in der Nachbarstation der Uni Kopenhagen – ohne fließendes Wasser und Spültoilette. Die Forscher erklärten Sebastian Ströbel, wie alarmierend der Zustand des grönländischen Inlandeises ist – ein vollständiges Abschmelzen könnte den Meeresspiegel um über sieben Meter steigen lassen.

 

Spätestens seit US-Militärmaschinen unangekündigt am neuen Flughafen in Nuuk gelandet sind, werden Donald Trumps Grönland-Ambitionen als ernsthafte Bedrohung empfunden. Aviaja Fontain ist Teil der einheimischen MAGA-Bewegung, was in Grönland mit „Make America Go Away“ übersetzt wird.

 

Ginge es nach der Inuit-Familienpolitik der ehemaligen dänischen Kolonialmacht, wäre Aviaja gar nicht auf der Welt. Bis in die 1970er-Jahre wurden rund 4.000 grönländischen Frauen und Mädchen ohne ihr Wissen Spiralen eingesetzt; Aviajas Mutter Hedvig war eine von ihnen. Sie wurde trotzdem Mutter, doch die Traumata sitzen tief.

Auf Spitzbergen wagt sich Sebastian Ströbel in die Polarnacht – drei Monate ohne Sonne. Die norwegische Insel im Nordpolarmeer übt auf Spitzenwissenschaftler aus aller Welt eine magische Anziehungskraft aus – sie ist ein Hotspot des Klimawandels, der sich schneller erwärmt als der Rest der Welt.

 

Sebastian Ströbel taucht ein in die Welt der Polarwissenschaft, geht auf Expeditionen in den dunklen Fjord und die verschneite Tundra. Der Wunsch, unseren Planeten zu retten, eint die Forschenden. Doch Kälte, Dunkelheit und Isolation gehen nicht spurlos an den Menschen vorbei.

 

Sebastian Ströbel begleitet Alex Eickelmann, Leiterin der dortigen Forschungsstation des Alfred-Wegener Instituts, zur Schneeprobenentnahme. Auf Spitzbergen leben mehr Eisbären als Menschen: rund 3000. Esther Horvath, eine preisgekrönte Polarfotografin, steht dem Schauspieler bei der Eisbärenwache zur Seite. Die Fotografin porträtiert Alex Eickelmann für ihre Fotoserie „Stars of the Polarnight“, mit der sie für mehr Emanzipation in der Arktis sorgen will.

 

Wenceslas Marie-Sainte, Ingenieur am Atmosphären-Observatorium, versucht gemeinsam mit Sebastian Ströbel einen Wetterballon steigen zu lassen, der bis in die Stratosphäre aufsteigen soll. Doch die extremen Bedingungen stellen das Vorhaben auf eine harte Probe.

 

Im eiskalten Polarmeer drohen Erfrierungen und Bewusstlosigkeit. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern testet der „Bergretter“ Spezialanzüge. Ist der Trockenanzug wirklich wasserdicht?

 

Im Norden von Norwegen versucht Sebastian Ströbel mit Samí Nils Peter Gaup Rentiere aus den rauen Bergen zu finden. Aufgrund des Klimawandels muss Gaup seine halbwilde Herde zufüttern. In den Bergen geraten beide mit ihren Schneemobilen in einen Sturm, und dem Schauspieler wird klar, dass die Arktis bei Sturm, Kälte und Dunkelheit keine Fehler verzeiht. Werden die beiden die störrische Rentierherde finden?

 

Sebastian Ströbel möchte bei seiner Reise auch erfahren, wie die Menschen an der Nato-Nordflanke leben. In Kirkenes, im Nord Osten Norwegens, beschleicht Sebastian Ströbel im Atomschutzbunker ein Gefühl der Beklemmung. Theaterleiter Evgeny Goman aus Murmansk steht seit mehr als zwei Jahren unter Beobachtung des russischen Geheimdiensts FSB und lebt nun in Norwegen. Seine Mutter hat er seitdem nicht mehr gesehen.

 

Zum Abschluss seiner Arktisreise möchte Sebastian Ströbel unbedingt Polarlichter sehen – in der Fjordlandschaft, mit Hundeschlitten und Zelt. Renate Paulsen, Hundezüchtern, Musherin, Ex-Soldatin und Geophysikerin, soll ihm dabei helfen. Doch der Schnee ist vor einer Woche geschmolzen. Ist der große Traum zum Scheitern verurteilt?

Galileo X-Plorer

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